Neue Rennwagen feierlich enthüllt

Mannheim. Das Delta Racing-Team der Hochschule Mannheim präsentierte am 18. Juni feierlich in einem großen Festakt seine neuen Rennfahrzeuge. Die rund 60 Studierenden entwickelten und bauten im vergangenen Jahr erstmals zwei Fahrzeuge völlig eigenständig: einen Elektrorennwagen und einen Wagen mit Verbrennungsmotor. „Beide Fahrzeuge sind uns extrem gut gelungen und wir sind extrem stolz auf unsere Leistung“, so Projektleiter Robin Finzer und Sascha Gaberdiel unisono.

Wie in einem kleinen Unternehmen arbeiten dabei Studierende aller Fakultäten der Hochschule zusammen, um das große Ziel zu erreichen, eigenständig jedes Jahr neue Fahrzeuge zu entwickeln. Dabei müssen sie sich neben Konstruktion und Bau auch um die wirtschaftlichen Aspekte eines solchen Projektes kümmern, wie Marketing, Finanzen und Projektmanagement.

Rollout 2014: Bürgermeister Michael Grötsch: Bild: Markus ProsswitzRollout 2014: Bürgermeister Michael Grötsch: Bild: Markus ProsswitzDurch die einzigartige Zusammenarbeit der Teammitglieder mit ihren jeweiligen Spezialgebieten und Studienfächern avanciert das Team inzwischen zum Aushängeschild für die Hochschule und die Stadt Mannheim. Rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und anderen Formula Student-Teams aus ganz Deutschland feierten gemeinsam mit dem Team die Enthüllung der Fahrzeuge DR14-C und DR14-E in der Aula der Hochschule Mannheim. „Es ist toll, was aus der Erfinderstadt Mannheim kommt“, freute sich Bürgermeister Michael Grötsch bei seiner Begrüßungsrede im Namen der Stadt Mannheim. Die Konzeption der innovativen Antriebstechniken der Rennwagen, besonders des elektrischen Wagens, passt hervorragend in die wirtschaftspolitische Strategie der Stadt. Diese sieht den Aufbau und die Weiterentwicklung der Clusterthemen Energie, Umwelt, Mobilität und Logistik vor und  setzt dabei – ebenso wie Delta Racing – auch auf Elektromobilität. „In unmittelbarer Nähe zur Hochschule wird bald die Bus-Linie 63 von einem induktiv geladenen E-Bus bedient, der in Mannheim entwickelt wird.“

Für das Land Baden-Württemberg kam der Grünen-Fraktionssprecher für Wissenschaft Dr. Kay Schmidt-Eisenlohr sogar selbst mit einem Elektroauto aus Wiesloch an die Hochschule. „Ich bin beeindruckt von dem, was ich hier sehe und kann daher nur jeden ermutigen, bei einem solchen Projekt mitzuarbeiten“.

SponsorentalkSponsorentalkDiesem Tenor schlossen sich auch die zahlreichen Sponsoren in der Talkrunde an. Erstmals verlieh das Team den neuen „Delta-Award für besondere Verdienste“ an Sponsoren und Fürsprecher der ersten Stunde. „Ohne diese Menschen wäre ein solches Projekt nicht tragbar. Das galt schon damals bei Carl Benz und ist auch heute noch aktuell“, wies Winfried A. Seidel vom Automuseum Dr. Carl Benz in seiner Laudatio auf die Bedeutung hin. „Es ist nicht selbstverständlich und daher umso lobenswerter, wenn Partner ein vielversprechendes Projekt fördern und begleiten.“

Im gesamten Gebäude lag nicht nur Rennsportluft, sondern vor allem Erfindergeist. Neben den beiden Vorjahresfahrzeugen, ein Wagen diente als realitätsnaher  Rennsimulator für die Gäste, begrüßte das älteste Automobil der Welt von Carl Benz die Besucher und verdeutlichte die Wichtigkeit des Entwicklungsprojektes an der Hochschule. In der einzigartigen Atmosphäre konnten die beiden neuen Fahrzeuge nach der Enthüllung ausgiebig  betrachtet werden. Fachleute aus den einzelnen Abteilungen standen Rede und Antwort und konnten einige technische Highlights an ausgewählten Exponaten an der Technik-Wand vorführen. So konnte die beeindruckende Leistung des Teams, die zuvor in einem kurzen Einspieler aus der Fertigungsphase erste Eindrücke gab, nochmals im Detail begutachtet werden.

Team mit den beiden FahrzeugenTeam mit den beiden FahrzeugenIn wenigen Wochen geht die Reise zu den Formula Student-Wettbewerben nun los. Mit dem Verbrenner-Fahrzeug nimmt das Team zum fünften Mal infolge bei den internationalen Wettbewerben am Hockenheimring teil. Neben einem weiteren Wettbewerb in Österreich reist das Team mit dem Elektrofahrzeug auch nach Tschechien. Die Rennen sind öffentlich und das Team freut sich über viele Besucher in den Boxengassen!

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