Auftrieb für die neue Saison

Die Saison 2015/2016 ist für die Aerodynamikabteilung ein harter Neuanfang. Nach dem Weggang von Joachim Thum als Abteilungsleiter musste sich das Team um Alexander Weigel erst einmal neu formieren und sah sich einem guten Gesamtkonzept gegenüber, dass in der vorherigen Saison und bei Testläufen seine Funktionstüchtigkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt hatte. Ziel wird es also sein, die Qualitäten des aktuellen Aerodynamikpaketes zu erhalten und zu optimieren.

Dabei werden Verbrenner und Elektrowagen in dieser Saison sehr unterschiedliche Konzepte erhalten, die auf den Erfahrungen aus der letzten Saison aufbauen und an die jeweiligen Stärken und Schwächen der beiden Fahrzeuge angepasst sind.

So erhalten beide Fahrzeuge eine strömungsoptimierte Lufthutze am hinteren Ende der Nase, welche die Umströmung des Fahrers und die Anströmung des Heckflügels optimieren wird. Der Heckflügel wird an diese neuen Gegebenheiten angepasst und verschiedene Möglichkeiten simuliert, um durch mehr oder anders positionierte Flaps mehr Downforce zu generieren. Hinzu kommt, dass der Elektrowagen so ausgelegt wird, dass er sowohl mit als auch ohne Heckflügel gefahren werden kann. Beim Fahren ohne Heckflügel soll durch den geringeren Luftwiderstand die Reichweite der Akkus erhöht werden. Außerdem wurde zur Unterbringung der Akkus dieses Jahr erstmals ein aerodynamisch optimierter Akkucontainer konzipiert.

Der Unterboden basiert im Großen und Ganzen auf dem Vorjahresmodell, das aufwendig konstruierte Diffusorkanäle beinhaltete und wird deshalb vor allem im Bereich der Fertigung und kleinerer Modifikationen weiterentwickelt. Außerdem prüfen wir, ob eine Nutzung des Ground Effects trotz der in der Formula Student vorgegebenen recht hohen Bodenfreiheit möglich ist, oder ob möglicherweise ein Splitter verbaut werden kann.

Besonders beim Verbrenner ist eine Veränderung der Geometrie des Frontflügels angedacht, welche die Kühlleistung der dahinterliegenden Seitenkästen verbessert. Gerade beim Rennen in Italien aus der letzten Saison zeigte sich, dass der Kühler bei hohen Außentemperaturen eine größere Luftzufuhr benötigt.

Auf Grund dieser anspruchsvollen Aufgaben freuen wir uns auf eine konstruktive Fertigungsphase und blicken gespannt auf die kommenden Rennen.