Kernstück des DR17-E

Mannheim. Das alte Konzept des Kettenantriebs bereitete dem Team von Delta Racing in der Vergangenheit erhebliche Schwierigkeiten. Nicht nur der vermehrte Ausbau des Antriebsstrangs während der Testphase, sondern auch das schwierige Justieren der Kettenspannung war ausschlaggebend für das Überdenken des Antriebskonzepts.

Aus diesem Grund wurde viel Entwicklungsleistung in das neue Konzept eines direkt übersetzten Getriebes investiert. Vorteile liegen hierbei in der kompakten und zusammenhängenden Einheit, die einen schnelleren Ein- und Ausbau des gesamten Antriebs ermöglicht.

Des Weiteren führt das innovative Konzept in Zusammenarbeit mit kleineren, schwächeren Motoren zu einer Gewichtsreduktion. Die neuen Motoren erzielen ein besseres Leistungsgewicht und ermöglichen in perfekter Zusammenarbeit mit dem 3:1 Übersetzungsverhältnis eine verbesserte Performance. Außerdem ist es nun möglich eine Bremsenergierückgewinnung einzusetzen, wodurch eine höhere Effizienz erzielt wird.

Das aus hochfestem Aluminium gefertigte Getriebegehäuse wird auf modernsten CNC-Maschinen hergestellt. Um eine möglichst hohe Passgenauigkeit zu erreichen, werden sämtliche Halterungen dabei präzise per Laser- und Wasserstrahl zugeschnitten. Der Einsatz von gehärteten Zahnrädern sorgt weiterhin für eine höhere Belastbarkeit und verlängert die Nutzungsdauer dieser Teile.

Eine knifflige Herausforderung war es, das Getriebe in den Rennwagen bestmöglich zu implementieren, um die daraus resultierenden Vorteilen des neuen Antriebskonzepts zu nutzen. Diese Hürde konnte die Abteilung Antrieb erfolgreich überwinden, wodurch der Weg für eine erfolgreiche Saison 2017 geebnet ist.

Dabei sind die ersten Überlegungen und Ziele für 2018 in der Abteilung Antrieb bereits erfolgt. Um die Leistung weiter zu erhöhen wird bereits an einem verbesserten Kühlsystem sowie an einem neuen Konzept für den Antriebsstrang gearbeitet. Statt der zwei elektrischen Motoren, die sich bislang hinter dem Fahrer befinden, könnten ab dem kommenden Rennwagen vier Radnabenmotoren einen Allradantrieb ermöglichen. Die Direktanbindung am Rad würde zu einem höheren Wirkungsgrad der Motoren führen und spart zudem wertvollen Platz im Rahmen ein. So könnten beispielsweise die Akkus und damit auch die schwerste Masse von den Seitenkästen hinter den Fahrer verlegt werden.

Ein vielversprechendes Konzept für den zukünftigen Elektrorennwagen aus der Rennbolidenschmiede Mannheim!